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Diabetes – Krankheit mit zwei Gesichtern

14. November, Weltdiabetestag: Seit 1991 klären die Internationale Diabetes-Föderation und die WHO an diesem Tag über die Krankheit auf. Das ist wichtig, denn Diabetes hat zwei Gesichter.

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und die Deutsche Diabetes Hilfe haben am 14. November 2019 ihren 280 Seiten starken ›Deutschen Gesundheitsbericht Diabetes 2020‹ veröffentlicht. In ihrer jährlichen Bestandsaufnahme warnen die Organisationen vor der steigenden Zahl von Diabetes mellitus Erkrankungen. Was vor 50 Jahren noch eine Randerscheinung war, hat sich zu einer der großen Volkskrankheiten entwickelt.

7 Millionen Diabetiker in Deutschland.

Rund 7 Mio. Menschen sind von der Stoffwechselerkrankung betroffen. Pro Jahr kommen mehr als eine halbe Millionen Neuerkrankungen hinzu.

Diabetes mellitus ist eine Erkrankung mit zwei Gesichtern. Das macht es nicht leichter, über die Krankheit aufzuklären.

Typ-1-Diabetes – eine Autoimmunerkrankung

Der Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung. Bei einer Autoimmunkrankheit greift das Immunsystem den eigenen Körper an, weil es Körperzellen mit körperfremden Eindringlingen wie Viren oder Bakterien verwechselt. Beim Typ-1-Diabetes zerstört das eigene Immunsystem nach und nach die sogenannten Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse. Die Beta-Zellen produzieren Insulin, ein Hormon, das den Kohlenhydrat-Stoffwechsel reguliert. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, indem es die Körperzellen anregt, Zucker aus dem Blut aufzunehmen und zu verarbeiten. Wenn das Hormon fehlt, steigt der Blutzuckerspiegel drastisch an. Im Volksmund wird Diabetes mellitus deshalb auch Zuckerkrankheit genannt.

Da Patienten mit Typ-1-Diabetes gar kein oder nicht ausreichend eigenes Insulin produzieren können, müssen sie es von außen zuführen. Das ist mit einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität verbunden. Der Blutzuckerspiegel muss mehrmals am Tag gemessen werden und bei Bedarf muss sich der Patient die notwendige Dosis Insulin spritzen. Außerdem müssen die meisten Patienten eine rigorose Diät einhalten. Jede Abweichung von dieser Prozedur kann schwerwiegende Folgen haben.

Rund 32.000 Kinder und Jugendliche sowie 340.000 Erwachsene leiden an Typ-1-Diabetes.

Die Ursachen für die Erkrankung sind wie bei vielen anderen Autoimmunkrankheiten noch nicht vollkommen erforscht. Mehrere Faktoren sind verantwortlich. Genetische Veranlagungen spielen eine Rolle. Oft bricht die Krankheit ganz plötzlich nach einer Viruserkrankungen oder einer anderen Entzündung im Körper aus, bei der das Immunsystem durcheinander kommt und die eigenen Betazellen angreift.

Typ-1-Diabetes tritt häufig bereits in jungen Jahren auf und ist nicht heilbar, sodass die Patienten ihr Leben lang Insulin spritzen müssen. Mit modernen Technologien wie Insulinsensoren und automatische Insulinpumpen kann die Lebensqualität heutzutage spürbar verbessert werden, da die Patienten nicht mehr selbst ihren Blutzucker messen und spritzen müssen.

Diabetes lässt sich durch einen einfachen Bluttest erkennen.

Typ-2-Diabetes – die neue Volkskrankheit

Ein völlig anderes Gesicht zeigt der Typ-2-Diabetes, der rund 90 % aller Diabetes-Erkrankungen ausmacht und damit eine echte Volkskrankheit ist. Auch hier ist der Insulin-Stoffwechsel gestört. Aber die Ursachen sind völlig andere. Die Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die das Insulin produzieren, sind völlig intakt. Aber die Körperzellen haben eine so genannte Insulinresistenz entwickelt. Das Insulin kann sie nicht mehr so gut anregen, Zucker aus dem Blut aufzunehmen und zu verarbeiten. In der Folge steigt der Blutzuckerspiegel an, was wiederum die Bauchspeicheldrüse dazu anregt, mehr Insulin zu produzieren. Es entsteht ein Teufelskreis, der sich langsam über Jahre hinweg aufbaut und deshalb lange unbemerkt bleibt. Der Prozess ist schleichend, die Symptome werden leicht übersehen. Im Durchschnitt sind die Patienten bereits über 60, wenn bei ihnen Typ-2-Diabetes festgestellt wird (Männer: 61 Jahre / Frauen: 63 Jahre). 1,3 Millionen Erkrankte wissen nichts von ihrer Erkrankung.

Beim Typ-2-Diabetes wird die Bauchspeicheldrüse ständig überlastet, sodass sie schließlich ›ermüdet‹ und irgendwann die Insulinproduktion einstellt. Dann müssen auch diese Patienten ihrem Körper Insulin von außen zuführen.

Gesunder Lebensstil beugt vor und kann heilen.

Der Typ-2-Diabetes ist eine typische Zivilisationskrankheit. Die größten Risikofaktoren sind Übergewicht und mangelnde Bewegung. Die gute Nachricht: Sie können der Erkrankung durch eine gesunde Lebensführung vorbeugen. Und durch eine Änderung des Lebensstils kann Typ-2-Diabetes sogar geheilt werden. Nur in schweren Fällen ist eine medikamentöse Behandlung erforderlich, um die lebensgefährlichen Folgen der Erkrankung zu verhindern.

Jeder fünfte Todesfall auf Diabetes zurückzuführen

Ein chronisch erhöhter Blutzuckerspiegel schädigt die Blutgefäße. In der Folge kann es zu Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen, Augenerkrankungen, Nervenschädigungen oder Durchblutungsstörungen (diabetischer Fuß) kommen. 40.000 Mal kommt es in Deutschland wegen Diabetesschäden im Jahr zu einer Amputation von Beinen, Füßen oder Zehen. 2.000 Menschen erblinden. Und Diabetes ist die häufigste Ursache dafür, dass Menschen auf eine Dialyse angewiesen sind. Jeder Fünfte in Deutschland stirbt an den Folgen einer Diabetes-Erkrankung. Diese hohe Todesrate wurde bisher völlig unterschätzt.

Diabetologe und Kardiologe müssen zusammenarbeiten.

Da Diabetes das Herz und die Gefäße schädigt, ist ein gutes Zusammenspiel zwischen dem Diabetologen und dem Kardiologen erforderlich, um Patienten optimal zu behandeln. Vor allem herzkranke Diabetiker benötigten beide Spezialisten. Im Gesundheitszentrum Königstraße können Diabetiker auch kardiologisch optimale betreut werden.

Prävention und Therapie

Da man durch einen gesünderen Lebensstil der Erkrankung und damit auch den Folgen sehr gut vorbeugen kann, ist eine frühzeitige Diagnose und Therapie so wichtig. Typ-1 und Typ-2-Diabetes sind zwei unterschiedliche Erkrankungen mit verschiedenen Ursachen. Sie benötigen deshalb auch ganz unterschiedliche Therapien. Für die neue Volkskrankheit, den Typ-2-Diabetes, hat das Gesundheitszentrum Königstraße ein breites Vorsorge- und Behandlungsangebot entwickelt. Ein wichtiger Therapieansatz ist dabei eine individuelle Ernährungsberatung durch unsere Diabetesberaterin. Die richtige Ernährung ist nicht nur die beste Vorbeugung gegen Diabetes. Sie unterstützt auch die medikamentöse Behandlung und sorgt in vielen Fällen dafür, dass die Insulinresistenz der Körperzellen zurückgeht und der Stoffwechsel des Patienten wieder funktioniert.

Einen Termin mit unserer Diabetesberaterin können Sie telefonisch unter 02129-2620 oder über unser Kontaktformular verabreden.


Die statistischen Angaben wurden dem Deutschen Gesundheitsbericht Diabetes 2020 entnommen: Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2020. Die Bestandsaufnahme. Hrsgg. von Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. Mainz, 2019,

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Messung des Blutzuckers

Diabetesvorsorge

Der Ausbruch von Diabetes mellitus Typ 2 kann durch eine gesunde Lebensweise verhindert oder hinausgezögert werden.
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Ihr Diabetes-Termin

Wenn Sie das erste Mal die diabetologische Schwerpunktpraxis im Gesundheitszentrum Königstraße besuchen, bringen Sie bitte die folgenden Unterlagen zu Ihrem Termin mit.
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DMP Diabetes Mellitus

Die diabetologische Schwerpunktpraxis im Gesundheitszentrum Königstraße bietet strukturierte Behandlungsprogramme für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2 an.
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sowie nach Vereinbarung

Mittwochnachmittag geschlossen

Adresse

Gesundheitszentrum Königstraße
Königstraße 12–14
42781 Haan
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Telefon: 02129-2620
Kardiologie: 02129-7661

Sie erreichen uns mit den Buslinien 692 (Haltestelle Martin-Luther-Straße) sowie 784, 786 und O1 (Haltestelle Windhövel).

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Im September 2020 haben wir in der Lokalpresse die Zulassung als Diabetologische Schwerpunktpraxis mit einer Anzeige bekannt gemacht.
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Wichtige Hinweise zum Corona-Virus

Was müssen Sie jetzt über das neue Corona-Virus wissen? Wie schützt man sich vor einer Infektion? Und wie sollten Sie sich verhalten, wenn Krankheitssymptome auftreten?
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Der Hausarzt und die Allgemeinmedizin übernehmen die Grundversorgung von Patienten mit körperlichen oder seelischen Gesundheitsstörungen sowie die Gesundheitsvorsorge.

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Die Kardiologie ist die Wissenschaft vom Herzen. Innerhalb der Medizin ist sie ein Teilgebiet der Inneren Medizin. Der Kardiologe ist ein Herzspezialist.

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Laborergebnisse
Diabetologische Schwerpunktpraxis

Als hausärztliches Medizinisches Versorgungszentrum und diabetologische Schwerpunktpraxis bieten wir Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus eine umfassende und persönliche Betreuung auf höchstem medizinischen Niveau.

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Schilddrüsen-Sonographie
Innere Medizin

Die Innere Medizin behandelt Gesundheitsstörungen und Krankheiten der inneren Organe.

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Naturheilverfahren sind alternative Heilmethoden, die Krankheiten vorbeugen, heilen oder lindern.

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